Bei der Langen Nacht der Forschung am FH OÖ Campus Wels öffnet der Forschungskaiser seine Türen und macht Wissenschaft in den Bereichen Automatisierung & Simulation, Lebensmitteltechnologie und Ernährung, Energie & Umwelt und vielen weiteren hautnah erlebbar.
Ein Publikumsmagnet ist der MotoGP-Simulator, der High-Performance-Motorsport mit moderner Simulationstechnik verbindet. Auf einer realitätsnahen Rennmaschine erleben Besucher*innen Beschleunigung, Bremsen und Kurvenfahrt hautnah – gesteuert durch präzise Sensorik und KI.
Ein weiteres Highlight sind die Rettungsroboter, die für Einsätze in gefährlichen oder unzugänglichen Umgebungen entwickelt wurden – etwa nach Naturkatastrophen, Industrieunfällen oder Bränden. Am Campus Wels wird gezeigt, wie Robotik, Sensorik und Künstliche Intelligenz zusammenspielen, damit Maschinen Trümmerfelder erkunden, Risiken analysieren und vermisste Personen aufspüren können.
Auch die Frage, ob man ein Fahrzeug allein mit Wasser antreiben kann, oder wie unser Bier entsteht, wie kollaborierende Roboter sogar Bilder von einer virtuellen Tafel abmalen können und wie sich mit elektrischen Motoren Musik erzeugen lässt, wird im Rahmen der Langen Nacht der Forschung anschaulich erklärt – ergänzt durch viele weitere faszinierende Stationen aus Forschung und Technik.
Forschung in den Schlüsseltechnologien der Zukunft
95 % aller F&E Projekte behandeln Themen in den Schlüsseltechnologien der Zukunft. „Die Stärke und Innovationskraft der Fachhochschule Oberösterreich in ihrem Beitrag zu den Schlüsseltechnologien der österreichischen Industriestrategie zeigt sich vor allem in den Bereichen Künstliche Intelligenz und Dateninnovation, saubere Energie, Produktion und Robotik, klimaschonende Mobilität und Life Sciences“, so Johann Kastner, Vizepräsident für Forschung und Entwicklung an der FH OÖ.
Erstmalig ist das im Oktober 2025 eröffnete Wasserstoff-Forschungszentrum für Besucher*innen zugänglich. Dieses ist eines der zwei führenden Zentren in Österreich zur Erforschung der Anwendung von Wasserstoff. Auch hier gibt es die Möglichkeit an einer Führung zum Thema „Welche Chancen und Herausforderungen bringt Wasserstoff für die Energiewende?“ teilzunehmen (Anmeldung erforderlich).
Michael Rabl, FH OÖ Hochschulpräsident, ist überzeugt, dass: „die Lange Nacht der Forschung zeigt, wie wichtig Wissenschaftskommunikation für unsere Gesellschaft ist. Als FH Oberösterreich sehen wir es als zentrale Aufgabe, Forschung sichtbar und verständlich zu machen. Wenn Menschen erleben, woran wir arbeiten, entstehen Vertrauen, Begeisterung und Dialog – also die Basis nicht nur für Innovationen, sondern auch für einen faktenbasierten demokratischen Diskurs.“
Für junge Gäste gibt es abwechslungsreiche Mitmach-Stationen, bei denen sie spielerisch entdecken können, wie Forscher*innen arbeiten und wie spannend Wissenschaft sein kann.
Alle Stationen am Campus Wels auf einen Blick:
Physik zum Anfassen: Wie lässt sich die Welt des Lichts spielerisch entdecken? OpenPhysics ist Physik für alle.
Wie können Kunststoffrezyklate in Form gebracht werden?
Abfall zu Rohstoff: Was leistet die Schwarze Soldatenfliege?
Wie kann ich einen Roboterarm steuern?
Wie entsteht aus einem Rohling ein fertig beschichtetes Bauteil?
Wie wird aus grünen Gasen unsere gemeinsame Energiezukunft?
Bist du FIT for FH?
Wie unterstützen Roboter die Einsatzkräfte von morgen?
Was ist dünner als ein Haar, lässt Sportler siegen, macht Autos schnell und lässt Flugzeuge fliegen?
Warum fühlt sich die Kurve im Simulator so echt an?
Was erforscht Sophia Keller, unsere Forscherin des Jahres? Ausstellung
Was wird in den Laboren der Fachhochschule OÖ geforscht?
Infobox:
Lange Nacht der Forschung am FH OÖ Campus Wels, Stelzhamerstraße 23, 4600 Wels