Großes Interesse an KI-Veranstaltung am Campus Steyr der FH Oberösterreich
Großes Interesse an KI-Veranstaltung am Campus Steyr der FH Oberösterreich: Vertrauen als Schlüsselthema über alle Branchen hinweg
„Demokratien leben nicht von blindem Vertrauen, sondern von der Aushandlung klarer Verantwortlichkeiten und Regeln. So führt Wandel nicht zu Kontrollverlust, sondern zu neuem Gestaltungsraum“, sagt die Schweizerische Botschafterin Salome Meyer, auf dem Foto in der Bildmitte zwischen Hochschulpräsident Michael Rabl, Professor Rene Riedl, der Kfm. Geschäftsführerin Isolde Perndl und dem Steyrer Dekan Andreas Auinger (alle FH Oberösterreich, v.l.n.r.) Bildquelle:FH OÖ
Unter dem Titel „Vertrauen in Künstliche Intelligenz (KI): Perspektiven aus unterschiedlichen Anwendungsfeldern“ versammelten sich am 17. März 2026 zahlreiche Vertreter*innen aus Wirtschaft, Verwaltung und dem Hochschulbereich am Campus Steyr der FH Oberösterreich. Die Veranstaltung, organisiert von der Fakultät für Wirtschaft und Management der FH Oberösterreich in Kooperation mit der Schweizerischen Botschaft in Österreich, bot fundierte Einblicke in aktuelle KI-Anwendungen und stellte die zentrale Frage nach Vertrauen, Transparenz und verantwortungsvoller Nutzung in den Mittelpunkt.
Nach den offiziellen Grußworten durch die Hochschulleitung Prof. Michael Rabl und Dekan Prof. Andreas Auinger sowie der Schweizerischen Botschafterin in Österreich, I. E. Salome Meyer, spannte das Programm einen breiten thematischen Bogen über mehrere Anwendungsfelder hinweg. Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis zeigten anhand konkreter Projekte, wie KI bereits heute Entscheidungen unterstützt, Prozesse optimiert und neue Geschäftsmodelle ermöglicht.
Im medizinischen Bereich beleuchtete Prof. Dr. Sarah C. Brüningk von Universität Bern & Inselspital Bern den Einsatz KI-gestützter Systeme in der Radioonkologie und zeigte das Spannungsfeld zwischen technologischer Innovation und klinischer Realität auf. Im Bereich Medien demonstrierte Dr. Thomas Arnitz, Gründer und Geschäftsführer von Ligaportal, wie Voice-KI bereits für automatisierte Sportberichterstattung in Echtzeit eingesetzt wird. Industrielle Entscheidungsprozesse standen im Fokus des Vortrags von Prof. Dr. Michael Affenzeller von der FH Oberösterreich, der agentenbasierte KI-Systeme und autonome Analytikansätze vorstellte. Ein weiterer Vortrag von Dr. Jürgen Palkoska, BMD Business Software, widmete sich der KI in Unternehmens- und Kanzleisoftware.
Ein Highlight bildete auch die interdisziplinär besetzte Paneldiskussion, moderiert von Prof. Dr. Dr. René Riedl. Die Diskutanten - Manuel Wolfsteiner von ki-fit.at, Paul Zeinhofer von smartpoint dataformers, FH-Prof. Dr. Patrick Brandtner sowie FH-Prof. Dr. Gerhard Halmerbauer von der Steyrer Fakultät der FH Oberösterreich - waren sich einig: Technologische Leistungsfähigkeit allein reicht für die Entwicklung von Vertrauen in KI nicht aus. Entscheidend sind Transparenz, klare Zielbilder, menschliche Aufsicht und organisatorische Einbettung.
Beim anschließenden Networking nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit zum intensiven Austausch zwischen Forschung und Praxis. Die hohe Resonanz zeigte deutlich: Das Thema Vertrauen in KI ist branchenübergreifend von strategischer Bedeutung und wird die Weiterentwicklung digitaler Systeme maßgeblich prägen.