Forscherteam der FH OÖ unterstützt KMU bei Cyber-Security und Resilienz in Lieferketten
Die fortschreitende Digitalisierung und Vernetzung von Unternehmen bringt Chancen, birgt jedoch auch erhebliche Risiken – insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die oft nur eingeschränkt in Cyber-Security investieren können.
Das CySeReS-KMU Projektteam: Vertreter:innen aller teilnehmenden Hochschulen arbeiten gemeinsam daran, die Cyber-Resilienz von KMU in der Supply Chain zu stärken. Bildquelle: FH OÖ
Das Interreg-Projekt CySeReS-KMU widmet sich der Stärkung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in den Bereichen IT-Sicherheit, Cyber-Security und Resilienz mit besonderem Fokus auf deren Lieferketten. Ziel ist es, praxisnahe Lösungen zu entwickeln, die KMU helfen, ihre digitale Sicherheit zu verbessern und künftige Anforderungen, wie jene der NIS2-Richtlinie, zu erfüllen.
Projektbeteiligte
FH Oberösterreich/Logistikum
Deggendorf Institute of Technology
University of Passau
University of Innsbruck
Salzburg University of Applied Sciences
Unter der Leitung der FH Oberösterreich, Campus Steyr, arbeiten Forschungseinrichtungen aus Österreich und Bayern gemeinsam daran, KMU im industriellen Umfeld für die zunehmenden Cyber-Bedrohungen in vernetzten Lieferketten zu sensibilisieren und zu unterstützen.
Warum dieses Projekt wichtig ist
Die fortschreitende Digitalisierung und enge Vernetzung von Unternehmen in Supply Chains bringen nicht nur Vorteile, sondern erhöhen auch die Anfälligkeit gegenüber Cyber-Angriffen. In den letzten Jahren haben zahlreiche Cyber-Angriffe gezeigt, dass es nicht genügt, wenn Unternehmen nur ihre eigenen Systeme absichern. Häufig werden überregionale, digitale Verbindungen zwischen Partnern in Lieferketten ausgenutzt, um ganze Branchen oder Regionen zu attackieren. Während große Unternehmen ihre Systeme zunehmend durch aufwändige Sicherheitsmaßnahmen absichern, fehlen KMU oft die Ressourcen, um vergleichbare Schutzmaßnahmen umzusetzen. Dadurch entstehen Schwachstellen in globalen Lieferketten, die gezielt von Angreifern genutzt werden können.
Projektziele und konkrete Schritte
CySeReS-KMU verfolgt einen praxisorientierten Ansatz:
Erhebung und Analyse der aktuellen Situation bei teilnehmenden KMU
Entwicklung eines Best-Practice-Guides und eines Reifegradmodells zur Selbstbewertung
Sensibilisierung und Qualifizierung von KMU, um Cyber-Security und Resilienz strukturiert zu stärken
Unterstützung bei der Vorbereitung auf neue regulatorische Anforderungen, wie die NIS2-Richtlinie
„Kleine und mittlere Unternehmen sind ein entscheidender Bestandteil von Lieferketten, stehen jedoch vor besonderen Herausforderungen im Bereich Cyber-Security. Mit CySeReS-KMU schaffen wir praxisnahe Werkzeuge und Wissen, um sie zukunftssicher zu machen“, betont Karoline Langner BA MA, Projektleiterin an der FH Oberösterreich, Campus Steyr. Die Ergebnisse des Projekts werden nicht nur den teilnehmenden Unternehmen zugutekommen: Auch KMU außerhalb des Konsortiums sollen künftig vom Self-Assessment-Tool und den Leitfäden profitieren, um ihre digitale Sicherheit zu erhöhen und langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.
Das Projekt wird durch das Interreg-Programm Bayern-Österreich gefördert.
Weitere Informationen und Updates sind auf der Projektwebsite zu finden: