Nachhaltigkeitsprojekt in Äthiopien: SOL-Studierende analysieren Energie- und Wasserversorgung eines Krankenhauses
Im Rahmen des technischen Nachhaltigkeitsprojekts hatten Studierende des Studiengangs Sustainable Solutions die Möglichkeit, gemeinsam mit BBM/MIVA Austria ein Projekt im Bushulo Mother and Child Specialty Center nahe Hawassa in Äthiopien umzusetzen.
Ziel des Projekts war die Erstellung einer Energie-, Wasser- und Ökobilanz des Krankenhauses. Die gewonnenen Daten dienen als Grundlage für die Entwicklung nachhaltiger Energieszenarien sowie für die Planung einer langfristig gesicherten Energieversorgung eines neuen Diagnoselabors. Gleichzeitig arbeiteten die Studierenden an einem Vorgehensmodell, das künftig auch bei ähnlichen Nachhaltigkeitsprojekten eingesetzt werden kann.
Während des Aufenthalts führten die Studierenden umfangreiche technische Erhebungen durch. Dazu gehörten die Analyse der Energie- und Wasserversorgung, die Erfassung von Verbrauchsdaten sowie zahlreiche Interviews mit Mitarbeitenden aus Technik, Verwaltung und medizinischen Bereichen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Installation mehrerer Strommessgeräte, mit denen künftig wichtige Verbrauchsdaten für die weitere Projektarbeit erhoben werden können.
Die Arbeit vor Ort zeigte uns eindrucksvoll, welche Herausforderungen und Chancen nachhaltige technische Lösungen im Gesundheitsbereich mit sich bringen. Besonders wertvoll war dabei die enge Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden des Krankenhauses, die die Studierenden mit großem Engagement unterstützten und spannende Einblicke in ihren Arbeitsalltag ermöglichten.
Neben der Projektarbeit konnten die Studierenden auch die äthiopische Kultur kennenlernen. Die außergewöhnliche Gastfreundschaft, die vielen persönlichen Begegnungen und die beeindruckende Natur rund um Hawassa machten die Reise zu einer besonderen Erfahrung.
Das Projekt verbindet technisches Fachwissen mit internationaler Zusammenarbeit und zeigt, wie Studierende bereits während ihres Studiums einen konkreten Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung leisten können.
Ein herzlicher Dank an den FH-Förderverein Wels, der dieses Projekt auch finanziell unterstützt hat.