Soziale Arbeit in Albanien: Agentin des sozialen Wandels
„Während unserer zweitägigen Studienreise in Tirana wurde uns die hohe Bedeutung der Sozialen Arbeit als Wissenschaft und Profession des sozialen Wandels vor Augen geführt.“ sagt Dagmar Strohmeier, die mit 18 Masterstudierenden der Sozialen Arbeit (MSO25) ein dichtes Besuchsprogramm absolvierten.
Besucht wurden vier soziale Einrichtungen (ARSIS, Caritas Albania, Ryder, und ein Gemeindezentrum) sowie die Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Tirana.
Soziale Arbeit dem postkommunistischen Land, das sich für einen EU-Beitritt aufstellt, ist trotz einer zu schwachen öffentlichen Finanzierung eine starke Agentin des sozialen Wandels, weil sie die Menschen direkt erreicht.
In Albanien wird Soziale Arbeit häufig von NGO’s angeboten, die von ausländischen Sponsoren und privaten Spenden finanziert werden, weshalb die beeindruckenden Angebote nicht alle Zielgruppen ausreichend erreichen. Insbesondere in ländlichen Gebieten gibt es Versorgungslücken, weil die notwendigen staatlichen Strukturen fehlen. Obwohl die Sozialarbeiter*innen in der Praxis oft mit der fehlenden Infrastruktur kämpfen, gibt es beeindruckende Angebote für vulnerablen Gruppen.
Besonders interessant ist, dass Soziale Arbeit an der Universität Tirana seit 2005 in Form eines Bachelor-, Master- und PhD Programms organisiert ist, um der Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession und Wissenschaft gerecht zu werden. „We understand social work as rights- and evidence-based profession.” unterstreicht Professorin Rudina Rama die Hauptmission der Studienprogramme.
Die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Menschen in Tirana werden uns neben den fachlichen Inputs noch lange in Erinnerung bleiben. Danke Albanien!