Spannende Einblicke in klinische Forschung und Humangenetik erhielten die Studierenden des Studiengangs DSE bei einer Exkursion zu den Elisabethinen und zum Kepler Universitätsklinikum. Fachvorträge zu klinischen Studien, KI-Anwendungen und modernen genetischen Analyseverfahren rundeten das Programm ab.
In der Lehrveranstaltung "Epidemiologische Studien" lernt man das Design wissenschaftlicher Studien, insbesondere in der Medizin, da hier aus ethischen und rechtloichen Gründen dies vorgschrieben ist. Weiters am Programm steht der Umgang und Analyse mit klinischen Daten. Am 09. Juni hatten die Studierenden des Studiengangs "Data Science und Engineering" die Gelegenheit darüberhinaus, im Rahmen einer Exkursion spannende Einblicke in die Praxis der klinischen Forschung und Humangenetik zu gewinnen.
Der erste Programmpunkt führte die Gruppe zur Klinischen Studienzentrale der Elisabethinen. Dort begrüßte der Leiter Stefan Stichlberger die Studierenden mit einem informativen Vortrag über den Ablauf klinischer Studien in der Praxis und das reale Umfeld in Österrreich/Europa. Anhand konkreter Beispiele wurde veranschaulicht, wie klinische Studien geplant, durchgeführt und dokumentiert werden. Darüber hinaus erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die im Studienmanagement eingesetzten Softwarelösungen sowie in aktuelle Entwicklungen rund um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Diskutiert wurden sowohl bereits bestehende Anwendungen als auch zukünftige Potenziale von KI zur Unterstützung klinischer Forschungsprozesse.
Anschließend besuchte die Gruppe die Abteilung für Humangenetik am Kepler Universitätsklinikum (kuk). Dort erwartete die Studierenden ein abwechslungsreiches Vortragsprogramm zu zentralen Themen der modernen Humangenetik. Unter Leitung von Primaria Sarah Verheyen gaben die Expertinnen und Experten Einblicke in die genetische Beratung und deren Bedeutung für Patientinnen und Patienten. Weitere Schwerpunkte bildeten die Zytogenetik sowie moderne molekulargenetische Untersuchungsmethoden wie das Next Generation Sequencing (NGS), das heute eine Schlüsselrolle in der Diagnostik genetischer Erkrankungen spielt.
Die Exkursion bot den Studierenden wertvolle Einblicke in aktuelle Arbeitsfelder und Entwicklungen an der Schnittstelle von Forschung, Diagnostik und Patientenversorgung. Der direkte Austausch mit Fachleuten aus der Praxis ermöglichte es, theoretische Inhalte des Studiums mit realen Anwendungsbeispielen zu verknüpfen und ein vertieftes Verständnis für die vielfältigen Berufsfelder im Gesundheits- und Forschungsbereich zu gewinnen.
FH-Prof. MMag. Dr. Gerald LirkPädagogischer Koordinator (Campus Hagenberg)