FH Oberösterreich setzt auf individuelle Lösungen für Oberösterreichs Wirtschaft
Mit maßgeschneiderter KI auf der wirtschaftlichen Überholspur
Hochschulpräsident Dr. Michael Rabl, Dr. Popper, LR Markus Achleitner, Kaufmännische Geschäftsführerin der FH OÖ Mag.a Isolde Perndl, Dr. Ulrich Bodenhofer Bildquelle: B. Plank - imBILDE.at
Oberösterreich ist auf dem Weg zur Hochburg der Künstlichen Intelligenz (KI). Immer wieder erwecken oberösterreichische Forschungsleistungen und Unternehmen überregionale Aufmerksamkeit, die heimische KI-Szene steht im internationalen Schaufenster. FH-Prof PD DI Dr. Michael Affenzeller, Akademischer Leiter und einer der führenden Köpfe der KI-Forschung an der FH Oberösterreich, setzt in Sachen KI auf individuelle Lösungen „made by FH Oberösterreich“: „Der Wettbewerbsvorteil für die Unternehmen entsteht durch passgenaue Lösungen und nicht durch eine KI von der Stange.“
Rund 200 Vertreter*innen aus Wirtschaft und Wissenschaft kamen beim großen KI-Event der FH Oberösterreich in der Wirtschaftskammer OÖ in Linz zusammen, um konkrete Kooperationen auf den Weg zu bringen. Über 120 Forschungsprojekte an der FH Oberösterreich weisen derzeit einen KI-Bezug auf. Die Hochschule konzentriert sich in der KI-Forschung auf Themenfelder, welche dem Wirtschaftsstandort Oberösterreich in besonderer Weise Impulse verleihen. Stichwörter sind hier Industrie, Produktion & Logistik, Life Sciences und Prozessoptimierung in der Wirtschaft.
Kurze Wege von der Forschung bis zur Umsetzung
„Eine besondere Stärke Oberösterreichs ist die enge Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft unter dem Dach der anwendungsorientierten Forschung. Die FH Oberösterreich serviciert auf dem Feld der KI nicht nur die großen Leitbetriebe, sondern vermittelt auch den KMU die notwendigen Kompetenzen, um sie zur Integration von KI-Lösungen zu motivieren. Das hilft uns, die KI rasch in die Breite zu bringen“, sagt Wirtschafts- und Forschungslandesrat Markus Achleitner, der selbst zahlreiche Gespräche mit interessierten Teilnehmer*innen führte.
Unternehmen tragen konkreten Forschungsbedarf an die FH Oberösterreich heran
Die Wirtschaftsvertreter*innen nahmen an themenspezifischen Workshops teil, um direkt mit den jeweiligen Expert*innen der FH Oberösterreich in den Dialog zu treten. Rund 60 Teilnehmende vermeldete etwa der Workshop zur KI in der industriellen Produktion. Fragen wie „Kann man mit Hilfe der KI Markteinflüsse analysieren, wie die Produktion optimal auf die Energiepreise abstimmen oder die Qualität der Endprodukte trotz schwankender Rohmaterialeigenschaften erreichen?“ wurden behandelt. „Die Unternehmen brachten zur Sprache, was ihnen in der betrieblichen Praxis unter den Nägeln brennt. Das hilft uns abzuleiten, welche Forschungsleistungen die Wirtschaft braucht und auch welche Ausbildungsinhalte wir in den KI-relevanten Studiengängen verankert müssen“, resümiert FH-Prof. DI Dr. Michael Rabl MBA, Hochschulpräsident der FH Oberösterreich.
FH-Prof. PD Affenzeller sieht die FH Oberösterreich auch deshalb gut gerüstet, weil „an der Fakultät Hagenberg die Methodenkompetenz entwickelt wird und die anderen Fakultäten in Wels, Linz und Steyr in die jeweiligen Anwendungsfelder gehen“. Ein Kernstück ist die von Affenzeller selbst geleitete Hagenberger Forschungsgruppe HEAL (Heuristic and Evolutionary Algorithms Laboratory).
KI populär machen
Um zu zeigen, dass KI auch zum Staunen bringen kann, bot die FH Oberösterreich den bekannten Simulationsforscher Dr. Niki Popper für eine Keynote auf. „Was passiert warum? KI in Kombination mit Simulation hilft uns bei der Antwort auf diese Frage entscheidend weiter. Sie kann das aber nur auf der Basis historisch vorhandener Daten tun“, sagt Popper, der zwei Beispiele aus seiner eigenen Tätigkeit als Forscher und Unternehmer erläuterte. In einem Fall ging es um die Analyse von Verspätungen im Bahnnetz der ÖBB mit dem Ziel, solche möglichst zu vermeiden. Dazu vermittelte Popper, der insbesondere in der Zeit der Corona-Pandemie einer breiten Öffentlichkeit wissenschaftliche Sachverhalte eingängig präsentiert hatte, KI-gestützte Simulationen zur Priorisierung von Impfungen und den dafür einsetzten Budgetmitteln.
„Komplexe Entscheidungssituationen finden sich in allen Bereichen der Gesellschaft, auch in der Politik. Experten wie Niki Popper helfen mit, Berührungsängste vor neuen Technologien wie der KI abzubauen, weil sie in der Lage sind, ihre Anwendung anhand von lebensnahen Beispielen schlüssig zu erklären“, meint Landesrat Achleitner und verweist dabei auf das Eröffnungsstatement von WK OÖ-Direktor Dr. Gerald Silberhumer, der den Erfolg von KI nicht nur von der Verfügbarkeit großer Datenmengen, sondern auch von der Bereitschaft der Betriebe abhängig macht.
Rund 200 Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft kamen beim großen KI-Event der FH Oberösterreich in der Wirtschaftskammer OÖ in Linz zusammen, um konkrete Kooperationen auf den Weg zu bringen. Bildquelle: B. Plank - imBILDE.at
LR Markus Achleitner sprach Begrüßungsworte. Bildquelle: B. Plank - imBILDE.at
Hochschulpräsident Dr. Michael Rabl begrüßte die rund 200 Teilnehmer*innen der Veranstaltung. Bildquelle: B. Plank - imBILDE.at
Dr. Michael Rabl - Hochschulpräsident der FH OÖ, LR Markus Achleitner, Mag.a Isolde Perndl - Kaufmännische Geschäftsführerin der FH OÖ , Dr. Michael Affenzeller - akademischer Leiter des Kollegiums und einer der führenden Köpfe der KI-Forschung an der FH OÖ neben Dr. Niki Popper Bildquelle: B. Plank - imBILDE.at
Während der Workshops wurden Ideen ausgetauscht Bildquelle: B. Plank - imBILDE.at