FH Oberösterreich ist „Forschungskaiser“ unter Österreichs Fachhochschulen und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften
FH Oberösterreich mit Forschungsumsatz von 35,7 Mio. Euro im deutschsprachigen Spitzenfeld
von links nach rechts: FH-Prof. Priv.-Doz. DI Dr. Johann Kastner, Vizepräsident Forschung und Entwicklung der FH Oberösterreich, MMag.a Isolde Perndl, Kaufmännische Geschäftsführerin der FH Oberösterreich, Markus Achleitner, oberösterreichischer Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat, FH-Prof. DI Dr. Michael Rabl MBA, Hochschulpräsident der FH Oberösterreich, Ing. Rudolf Mark, Vorsitzender des F&E Beirates der FH Oberösterreich und Geschäftsführer Mark Metallwaren GmbH Bildrechte: B. Plank - imBILDE.at
Nicht nur die Qualität, auch die Zahlen sprechen für sich: Sowohl beim Forschungsumsatz in der Höhe von 35,7 Mio. Euro, bei der Anzahl der im letzten Jahr 562 Projekte als auch bei den nunmehr 575 wissenschaftlichen Publikationen ist die FH Oberösterreich nicht nur die mit Abstand forschungsstärkte Fachhochschule/Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Österreich, sondern spielt in diesem Sektor im gesamten deutschsprachigen Raum ganz vorne mit. Davon profitieren zahlreiche Unternehmen und Institutionen, die durch die Forschungskooperation mit der FH Oberösterreich Innovationen mit praktischem Nutzen auf den Markt bringen. Die Studierenden wiederum erhalten durch die intensive Vernetzung von Lehre und Forschung aktuelle Impulse für ihre Ausbildung.
„Im Jahr 2025 forschten 242 FH-Professor*innen und 230 wissenschaftliche Mitarbeiter*innen an den 562 Forschungsprojekten“, ist Hochschulpräsident FH-Prof. DI Dr. Michael Rabl MBA stolz auf die hohe Forschungsleistung seiner Hochschule. Von diesem Volumen gehören rund 97,5 Prozent zu den Schlüsseltechnologien, die den größten Hebel für den wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmenspartner bringen.
58 Prozent der Projekte haben einen Bezug zu den Green Deal Themen und 64 Prozent einen Schwerpunkt im Bereich Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Die Schwerpunkte in den Green Deal Themen waren Produktion und Kreislaufwirtschaft, Saubere Energie, Nachhaltige Mobilität und Lebensmittel und Ernährung.
Klare Nummer 1 bei FFG-Projekten Die Forschungsförderungsgesellschaft des Bundes (FFG) ist der wichtigste Fördergeber für die angewandte Forschung in Österreich. Bei den FFG-geförderten Projekten liegt die FH Oberösterreich mit 129 gestarteten Projekten im Zeitraum der letzten vier Jahre innerhalb des Sektors der Fachhochschulen/Hochschulen für Angewandte Wissenschaften österreichweit klar in Führung. Zur Veranschaulichung: Die zweitplatzierte FH Joanneum in der Steiermark kommt in diesem Zeitraum auf etwa halb so viele Projekte.
Ein Drittel aller Josef-Ressel-Zentren an der FH Oberösterreich Die von der Christian Doppler Gesellschaft (CDG) geförderten Josef-Ressel-Zentren (JRZ) markieren nach Dauer und Fördermittel den Gipfel der Forschungslandschaft an FH und HAW. „Mit 6 von 18 laufenden Resselzentren ist die FH Oberösterreich die klar führende Fachhochschule/Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Österreich“, freut sich FH-Prof. PD DI Dr. Johann Kastner, Vizepräsident für Forschung an der FH Oberösterreich.
Kastner nennt stellvertretend für zahlreiche Highlights, die das Forschungsjahr 2025 an der FH Oberösterreich geprägt haben, das Thema Wasserstoff (H2): „Mit dem im Oktober eröffneten Wasserstoff-Forschungszentrum arbeiten wir in einem für Industrie und Mobilität zentralen Zukunftsthema. Die FH Oberösterreich ist mit ihrem H2-Forschungszentrum am Campus Wels ein Hotspot für die Wasserstoffforschung in Österreich geworden. Der Umfang der derzeit betriebenen H2-Forschungsprojekte beträgt 12,7 Mio. Euro.“ Firmen und Institutionen aller Art werden dabei unterstützt, klimaneutrale Gase wie grünen Wasserstoff einzusetzen oder Komponenten dafür zu entwickeln und zu testen.
Unterstützung durch das Land Oberösterreich „Innovation ist der entscheidende Faktor für Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Wohlstand. Daher muss Innovationsstärke auch künftig unser Unterscheidungsmerkmal von anderen Regionen in Europa der Welt sein, um so unsere Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und weiter auszubauen“, unterstreicht der oberösterreichische Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner. „Deshalb werden auch ganz bewusst im Rahmen des OÖ. Standortressort-Budgets im Jahr 2026 113,8 Millionen Euro für Wissenschaft und Forschung investiert, so viel wie noch nie zuvor. 2025 lag dieser Betrag zum Vergleich bei rund 103 Millionen Euro”, erklärt Landesrat Achleitner weiter, der sich über das Wachstum des Forschungsumsatzes der FH Oberösterreich von 2024 auf 2025 um etwa 4,5 Prozent freut.
Als UAP die internationale Dimension der Forschung ausbauen Mit dem neuen Namen UAP University of Applied Sciences Upper Austria macht die bisherige FH Oberösterreich ab Mitte Jänner 2027 sichtbar, wofür sie im Kern steht: für höchste wissenschaftliche Qualität, internationale Ausrichtung und Wissen, das in der Praxis Wirkung entfaltet.
„Weit mehr als der bisherige Name verkörpert die UAP die internationale Ausrichtung und die Identität als Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Das bedeutet, dass wir auch in der Forschung noch mehr auf internationale Kooperationen, Themen von überregionaler Tragweite und auch auf das Einwerben von EU-Forschungsfördermittel setzen“, erläutert Hochschulpräsident Michael Rabl.
Als Beispiel für diese zukünftige Strategie dienen vier allein im Jahr 2026 eingeworbene Projekte, in welchen die FH Oberösterreich als Lead oder als Konsortialmitglied forscht und welche durch das EU-Förderprogramm HORIZON gefördert werden. Inhaltlich sind diese vier Projekte in den Themenfeldern Mobilität und Materialien angesiedelt.
Bessere Rahmenbedingungen für die FH-Forschung in Österreich Die Fachhochschulen insgesamt und die FH Oberösterreich insbesondere haben eine herausragende Bedeutung für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung in Österreich. Ihre Stärkung durch gezielte Förderung, bessere infrastrukturelle Bedingungen und eine noch engere Verzahnung mit der Wirtschaft ist essenziell, um Innovationsprozesse zu beschleunigen und den Wirtschaftsstandort nachhaltig zu sichern. Um das volle Potenzial der Fachhochschulen in der angewandten Forschung auszuschöpfen, sind geeignete Rahmenbedingungen notwendig. Dazu zählen:
Mehr und vor allem nachhaltige Mittel für angewandte Forschung seitens des Bundes
Deutliche Aufstockung der kompetitiven Forschungsförderung insbesondere in Kooperation mit der Wirtschaft und Entbürokratisierung der Verfahren.
Einführung einer Möglichkeit für Fachhochschul-Doktoratsprogramme zur Akkreditierung einzureichen, um akademische Karrieren und Forschungsexzellenz weiter zu fördern.
von links nach rechts: FH-Prof. Priv.-Doz. DI Dr. Johann Kastner, Vizepräsident Forschung und Entwicklung der FH Oberösterreich, MMag.a Isolde Perndl, Kaufmännische Geschäftsführerin der FH Oberösterreich, Markus Achleitner, oberösterreichischer Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat, FH-Prof. DI Dr. Michael Rabl MBA, Hochschulpräsident der FH Oberösterreich, Ing. Rudolf Mark, Vorsitzender des F&E Beirates der FH Oberösterreich und Geschäftsführer Mark Metallwaren GmbH Bildrechte: B. Plank - imBILDE.at
Hochschulpräsident Dr. Michael Rabl und Ing. Rudolf Mark freuten sich anlässlich der Pressekonferenz über die Erfolge der Forschung & Entwicklung an der FH Oberösterreich. Bildquelle: B. Plank - FH OÖ/ imBILDE.at
Vizepräsident Dr. Johann Kastner berichtet von den Erfolgen und Projekten der Forschung und Entwicklung an der FH Oberösterreich. Bildquelle: FH OÖ