Von Namibia an die FH OÖ: Studium und Nationalteam im Gleichgewicht
Valerik Hilbert verbindet seine Leidenschaft für Bauingenieurwesen mit internationalem Inline-Hockey
Valerik Hilbert hat für sein Studium einen weiten Weg zurückgelegt: Der in Namibia aufgewachsene, gebürtige Deutsche studiert derzeit Bauingenieurwesen im Hochbau an der FH Oberösterreich in Wels und verbindet dabei seine Leidenschaft für das Bauen mit einer internationalen Sportkarriere im Inline-Hockey.
Aufgewachsen in Namibia und Absolvent einer deutschen Schule, kam Hilbert über die Zusammenarbeit seiner Schule mit der FH Oberösterreich nach Österreich. Das dort angebotene International Foundation-Programm ermöglichte ihm Einblicke in das europäische Leben und erleichterte den Einstieg ins Studium.
„Für mich war das eine tolle Möglichkeit, Österreich kennenzulernen und gleichzeitig meinen Wunsch zu verwirklichen, Bauingenieurwesen zu studieren“, erzählt Hilbert.
Leidenschaft für das Bauen Die Entscheidung für das Studium hat persönliche Wurzeln. Schon als Kind arbeitete er gemeinsam mit seinem Vater auf der familieneigenen Farm und entwickelte dabei seine Begeisterung für das Bauen. „Namibia befindet sich in vielen Bereichen der Infrastruktur noch in Entwicklung. Deshalb sehe ich im Bauingenieurwesen die Möglichkeit, mein persönliches Interesse mit einem wichtigen Zukunftsthema meines Heimatlandes zu verbinden“, erklärt Hilbert.
Besonders erleichtert wurde ihm der Schritt nach Österreich durch ehemalige Schulkollegen, die denselben Weg eingeschlagen haben. Mittlerweile studieren rund 15 junge Menschen aus Namibia über diese Verbindung an der FH Oberösterreich.
Inline-Hockey als internationale Leidenschaft Neben dem Studium gehört der Sport zu seinem Alltag. Seit 2011 spielt Hilbert Inline-Hockey und vertritt seit 2022 Namibia auf internationaler Ebene. Nach seiner Zeit in der Juniorennationalmannschaft ist er mittlerweile Teil des Seniorenteams.
Zu den Höhepunkten seiner sportlichen Laufbahn zählen die World Games in China, bei denen Namibia den dritten Platz erreichte. Ebenso eindrucksvoll war die Teilnahme an der Inline-Hockey-Weltmeisterschaft in Paraguay. Dort behauptete sich Namibia unter 20 Nationen und belegte den siebten Rang. Besonders in Erinnerung geblieben ist Hilbert das dramatische Viertelfinale gegen Tschechien, das erst im Penaltyschießen entschieden wurde.
Stolz auf die Heimat „Es ist eine große Ehre, Namibia vertreten zu dürfen“, sagt Hilbert. Neben sportlichen Erfolgen seien vor allem die Freundschaften, der Teamgeist und die gemeinsamen Erlebnisse das Besondere an diesem Sport.
Für den Studenten ergänzen sich Studium und Sport ideal. Beide ermöglichen ihm, neue Erfahrungen zu sammeln, Menschen aus unterschiedlichen Kulturen kennenzulernen und sich persönlich weiterzuentwickeln. Damit steht Valerik Hilbert beispielhaft für die internationale Vielfalt an der FH Oberösterreich und zeigt, wie Bildung und Leidenschaft Grenzen überwinden können.