Mit BUT-Studium zur Weltbank: FH-Absolventin gestaltet nachhaltige Wasserzukunft
Interview mit Lara Loske-Garcia, Water Analyst, World Bank Group
Meinem Bachelorstudium der Bio- und Umwelttechnik an der FH Oberösterreich in Wels folgte ein Masterabschluss am Management Center in Innsbruck in Umwelt-, Verfahrens- und Energietechnik. Mit Erfahrungen in der Forschung, Projektimplementierung und Nachhaltigkeitsberatung arbeite ich an Lösungen für nachhaltige Wasserversorgung. Heute bin ich als Water Analyst in der globalen Wasserabteilung der Weltbank Gruppe in Washington DC tätig. Ich unterstütze Initiativen im Bereich des Wasserressourcenmanagements, mit einem Fokus auf Dürre-Resilienz und dem Management von grenzüberschreitenden Gewässern.
Wenn du zurückblickst: Was hat dich damals dazu motiviert, dich für ein Studium an der FH Oberösterreich zu entscheiden? Hattest du schon eine klare Vorstellung davon, wohin dein Weg gehen sollte, oder hat sich das im Laufe des Studiums entwickelt?
Als ich mich für ein Studium entschied, folgte ich meinem Interesse der Naturwissenschaften, Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Ich war neugierig, die beruflichen Wege zu erkunden, die sich mir eröffnen würden. An der FH Oberösterreich haben mich besonders die Industrienähe, der Fokus auf angewandte Wissenschaften und die überschaubare Größe der Studiengänge angesprochen. Ich entschied mich für Bio- und Umwelttechnik, weil ich die Schnittstelle der Umweltwissenschaften und dem Ingenieurswesen besser verstehen wollte.
Das Studium der Bio- und Umwelttechnik eröffnete mir vielfältige fachliche Einblicke und half mir, meine Stärken und Interessen klarer zu erkennen. Diese Offenheit, neue Wege einzuschlagen und Fähigkeiten zu entwickeln, um Herausforderungen erfolgreich zu begegnen, ist mir nach wie vor wichtig.
Wie bist du von deinem Bio- und Umwelttechnik-Studium am Campus Wels zu deinem aktuellen Job gekommen? Gab es entscheidende Wendepunkte oder Momente, die dich geprägt haben?
Das Studium der Bio- und Umwelttechnik war definitiv der erste Schritt in Richtung meines aktuellen Jobs, indem es mein Interesse für den Wassersektor weckte. Gefolgt von einer Kombination von stetigen Aus- und Weiterbildungen, Arbeitserfahrungen in unterschiedlichen Sektoren und Erfahrungen im Ausland, wurde mein Interesse noch bestärkt. Anstatt bestimmter Wendepunkte oder Momente war es stete Neugierde und Offenheit für Herausforderungen, die meinen bisherigen Werdegang definieren.
Heute bin ich im Wasserressourcenmanagement tätig, wo ich viele meiner bisherigen Eindrücke integrieren und sowohl an sektorübergreifenden Projekten arbeiten, als auch weiter lernen kann.
Was war für dich das (oder einige) Highlight(s) deines Studiums? Gab es besondere Projekte, Professor*innen oder Events, die dich nachhaltig beeinflusst haben?
Besonders im Studiengang Bio- und Umwelttechnik, wo Studierende sich im Laufe des Studiums für einen Schwerpunkt entscheiden, bin ich den Professor*innen und der Studiengangleitung dankbar, für die Möglichkeit an Aktivitäten von beiden Vertiefungen teilnehmen zu können. Zum Beispiel konnten wir trotz Vertiefung in der Umwelttechnik, im Bierbrau-Labor und einer Exkursion teilnehmen, wo wir Bioindikatoren der Wasserqualität beurteilten. Diese Exkursion war für mich besonders beeindruckend und ich profitiere bis heute von diesen Einblicken. Zusätzlich hatte ich die Möglichkeit als Tutorin im OpenLab der FH OÖ Wels zu arbeiten, wo ich Workshops mit Schulklassen leitete und Konzepte der Biotechnologie, Mikrobiologie, und Chemie altersgerecht aufarbeitete. Diese Erfahrungen zeigten mir wie viel Spass mir die Wissensvermittlung macht. Auch das Gruppenprojekt wo wir gemeinsam eine Woche lang eine Pilot-Kläranlage betreut haben, war nicht nur lehrreich, sondern hat auch viel Spass gemacht.
Was war dein schönstes Erlebnis während deiner Studienzeit? Gibt es eine lustige oder inspirierende Geschichte, die dir besonders im Gedächtnis geblieben ist und die zeigt, wie wichtig die FH OÖ/das Studium am Campus Wels für dich war?
Im Laufe meines Studiums konnte ich viele schöne Erinnerungen sammeln. Im Vordergrund stehen besonders Beziehungen, die ich entwickeln und die tollen Menschen, die ich kennenlernen konnte. Als Mitglied der österreichischen Hochschülerschaft war die Organisation der regelmäßigen Standl eine willkommene Möglichkeit, Studienkolleg*innen jenseits von BUT kennenzulernen.
Besonders schöne Erinnerungen habe ich aus der Zeit in einer WG mit Studienkolleg*innen, wo wir viele Abende damit verbracht haben gemeinsam für Prüfungen zu lernen und einander zu unterstützen. Diese Freunde sind auch heute noch an meiner Seite, wenn ich große Meilensteine erlebe. Ganz klar, während des Studiums bauen wir Brücken und entwickeln wir Beziehungen, die uns ein Leben lang begleiten. Danke, FH OÖ Wels!
Auch die Erfahrung als Austauschstudentin am Tec de Monterrey in Guadalajara, Mexiko, hat mir neue Wege und Perspektiven erschlossen. Ich kann allen Studierenden nur empfehlen solche Möglichkeiten wahrzunehmen und über sich hinauszuwachsen.
Wenn du einen Ratschlag an dein jüngeres Ich geben könntest, kurz bevor du dein Studium begonnen hast – was würdest du dir selbst sagen?
Solange du neugierig und offen für Neues bleibst, wird es dir nie an Möglichkeiten und Abenteuern fehlen.