FH-Fachbereich Kunststofftechnik erweitert Möglichkeiten im Bereich der rheologischen Prüfung
Rheologische Messdaten von Kunststoffen werden für die Simulation und Auslegung von Spritzgieß- und Extrusionswerkzeugen, Extrudern sowie Plastifiziereinheiten für die Spritzgießtechnik benötigt. Die rheologische Charakterisierung von Kunststoffen ermöglicht aber auch das Erkennen von Materialabbau beispielsweise bei Recyclingprozessen.
"In einer Kooperation des Fachbereichs Werkstofftechnik mit dem Fachbereich Chemie und Biologie wurde das bestehende Platte-Platte-Rheometer von Anton Paar mit einer elektrischen Temperiereinrichtung bis 400 °C erweitert. In wenigen Schritten kann nun das Rheometer für die Charakterisierung von Polymerschmelzen umgerüstet werden", berichtet FH-Prof. Priv.-Doz. Dipl.-Ing. Dr. mont. Gernot Zitzenbacher, Professor für Kunststoffverarbeitung und Leiter des Fachbereichs Werkstofftechnik.
Dadurch wurde das Portfolio der rheologischen Charakterisierung im Studiengang Werkstoffwissenschaften und Fertigungstechnik, das auch ein Hochdruckkapillarrheometer mit zahlreichen Zusatzoptionen, einen Rheotens-Dehnungstester und ein MFR-Prüfgerät umfasst, gravierend erweitert.