Ausbildung, die begeistert: praxisnahe Einblicke in die High-Tech-Entwicklung
Studierende des Studiengangs Medizintechnik erlebten einmal mehr, wie eng Theorie, Praxis und das Wohl des Menschen miteinander verbunden sein können.
Bildquelle: FH OÖ Studierende der Lehrveranstaltung „High-Tech-Gliedmaßenprothesen“ mit Lehrveranstaltungsleiter Hubert Egger (links) und Karl Süsz, Leiter Elektronikentwicklung a. D., Otto Bock (rechts).
In einer ihrer Abschlussvorlesungen stellten sie einem erfahrenen Gastreferenten Fragen zur High-Tech-Entwicklung und erhielten exklusive Einblicke in die Entstehung innovativer Lösungen. Das Auditorium war beeindruckt, wie medizintechnische Ideen direkt in praktische Anwendungen umgesetzt werden.
Am 19. Mai besuchte der ehemalige Leiter der Elektronikentwicklung, Karl Süsz, die Abschlusslehrveranstaltung „High-Tech-Gliedmaßenprothesen“ des Studiengangs Medizintechnik. Von 1985 bis 2008 prägte Herr Süsz maßgeblich die Entwicklung bei Otto Bock, einem weltweit führenden Unternehmen im Bereich Medizintechnik mit Hauptsitz in Duderstadt. Das Unternehmen ist bekannt für innovative Prothesen, orthopädische Hilfsmittel und Lösungen, die Menschen mit körperlichen Einschränkungen ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen.
Unter der Leitung von Herrn Süsz im Bereich der Elektronikentwicklung wurden hochmoderne Prothesen entwickelt, darunter proportional gesteuerte myoelektrische Armprothesen sowie die bekannte Beinprothese C-Leg, die weltweit bei Prothesenträgern bekannt ist. Dabei gab er den Studierenden eindrucksvolle Einblicke in seinen damaligen Arbeitsalltag: von technischen Herausforderungen in Forschung und Entwicklung bis hin zu berührenden Geschichten von Anwenderinnen und Anwendern über die Nutzung ihrer Prothesen. Dabei betonte der Gast, wie wichtig es ist, den Prothesenanwender stets in den Entwicklungsprozess einzubeziehen.
Die Studierenden stellten viele Fragen und konnten hautnah erleben, wie wichtig die Verbindung von Theorie, Technik und Mensch in der Prothetik ist. Eine Studierende brachte es so auf den Punkt: „Dieser Einblick zeigt uns, dass wir als zukünftige Medizintechnikerinnen und Medizintechniker den Menschen stets im Blick behalten müssen – nur so wird Forschung sinnvoll und erfolgreich.“
Am Ende der Lehrveranstaltung bedankte sich Lehrveranstaltungsleiter Hubert Egger, selbst ehemaliger Mitarbeiter des Unternehmens, herzlich bei seinem früheren Mentor Karl Süszu für die wertvollen Worte, die er diesmal an seine Studierenden richtete. Für die inspirierenden Einblicke in die Entwicklung der Prothesen, die die Studierenden im Verlauf der Lehrveranstaltung kennenlernen konnten, erhielt der ehemalige Entwicklungsleiter am Ende großen Applaus.