PVT-Kollektoren als Schlüssel für innovative Eisspeicher
Wenn es um nachhaltige Energieversorgung geht, rücken PVT-Kollektoren immer stärker in den Fokus. Die neuartige Anwendung solcher Hybridkollektoren als Wärmequelle für die Regeneration von Eisspeichern wird an der FH OÖ gerade wissenschaftlich untersucht.
„Hybridkollektoren“ oder auch „PVT-Kollektoren“ kombinieren Photovoltaik und Solarthermie in einem System, um gleichzeitig emissionsfreien Strom und erneuerbare Wärme zu erzeugen. Diese Kombination bietet gleich zwei Vorteile: Einerseits wird die Verlustwärme der PV-Zellen über den Wasserkreislauf abgeführt, sodass sie als Nutzenergie zur Verfügung steht. Andererseits wird die PV durch die Wärmeabfuhr gekühlt, was eine Steigerung des elektrischen Wirkungsgrades bewirkt.
Im Rahmen seiner Masterarbeit untersucht Matthias Brunhuber (Studiengang Angewandte Energietechnik und wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsgruppe ASIC), welche Kollektorbauart das größte Potenzial für die Regeneration von Eisspeichern bietet. Dafür wurden verschiedene Kollektortypen am Dach des Campus Wels der FH Oberösterreich installiert und eine Langzeit-Vermessung (sowohl Sommer- als auch Winterbetrieb) gestartet. Erste Auswertungen zeigen deutliche Performance-Unterschiede der eingesetzten Kollektorbauweisen. Die finalen Erkenntnisse aus der Langzeitvermessung von PVT-Kollektoren in der Eisspeicher-Anwendung werden in die Arbeit des IEA SHC Task 73 (Arbeitsgruppe der Internationalen Energieagentur zum Thema „PVT-Systeme“) einfließen und dazu beitragen, diese innovative Form der Solartechnik weiterzuentwickeln.