FH Oberösterreich leitet Trainingsprogramm für Studierendenvertreter*innen aus Europa und Afrika
Leadership-Qualitäten von Studierendenvertreter*innen verbessern
FH-Prof. Dr. Silke Preymann von der FH Oberösterreich und Dr. Manja Klemenčič von der Universität Ljubljana mit Partner*innen und Teilnehmer*innen des Trainingsprogramms „Next Level Skills for Student Leaders“ (NELS). Bildquelle: AASU/FH OÖ
Studierendenvertretungen – wie etwa die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) – sind ein wichtiger Bestandteil demokratischer Mitbestimmung an Hochschulen. Ob Verhandlungen mit der Hochschulleitung, der Aufbau internationaler Netzwerke oder die Umsetzung sozialer Projekte, die das Leben auf und rund um den Campus verbessern – studentische Vertreter*innen übernehmen weltweit Verantwortung. Trotz unterschiedlicher Rahmenbedingungen verbindet sie eine zentrale Anforderung: Sie brauchen Leadership-Kompetenzen, um Veränderungen anzustoßen und die Interessen ihrer Mitstudierenden wirksam zu vertreten. FH-Prof. Dr. Silke Preymann vom Campus Steyr der FH Oberösterreich leitet ein Projekt mit europäischen und afrikanischen Partnern, um die benötigten Fähigkeiten samt interkultureller Kompetenz zu trainieren.
„Next Level Skills for Student Leaders“ (NELS) ist ein dynamisches, virtuelles Trainingsprogramm und gliedert sich in drei umfassende Module. „Future Challenges“ behandelt drängende Themen wie Megatrends, die digitale Transformation im Bildungswesen und Nachhaltigkeit. „Next Level Skills“ konzentriert sich auf die Weiterentwicklung von Führungskompetenzen und die Förderung inklusiver Kommunikation, auch im virtuellen Raum. „New Ways of Student Organising“ beleuchtet demokratisches Engagement, Werte im Hochschulwesen sowie die Kunst der effektiven Vernetzung.
Weltweite Studierendenverbände mit an Bord Teilnahmeberechtigt am von ERASMUS+ geförderten online Training sind Studierende europäischen Partnerländern und Sub-Sahara Afrika. Globale, europäische und nationale Studierendenverbände sind mit an Bord. „Die internationale Ausrichtung dieses Projektes passt hervorragend zu unserer Strategie als Business School. Am Campus Steyr ist internationale Zusammenarbeit gelebter Hochschulalltag", unterstreicht FH-Prof. PD Dr. Andreas Auinger, Dekan der Fakultät für Wirtschaft und Management.
Maßgebliche Partner seitens der Studierendenvertretungen sind die European Student Union mit Sitz in Brüssel sowie die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH), dazu die weltweite Dachorganisation Global Student Forum. Letztere Institution hatte auch die Idee für dieses Format.
Teilnehmer*innen dieses Programms trainieren wesentliche Fähigkeiten wie kritisches Denken, Medienkompetenz, Führungskompetenz und effektive Kommunikation. Wesentlich ist aber auch, das dahinterstehende Wertegerüst zu verinnerlichen: Ein engagierter Bürgersinn, der auf den Grundwerten Freiheit, Toleranz und Nichtdiskriminierung basiert.
In jedem Semester nehmen die Teilnehmenden aus beiden Kontinenten an zehn intensiven virtuellen Sitzungen in kleinen, moderierten Gruppen teil. Zudem bietet das Programm die Möglichkeit, Micro-Credentials (ECTS-Punkte) zu erwerben, wodurch ihr Engagement offiziell und greifbar anerkannt wird.
Investition in kompetente Studierendenvertreter*innen stärkt Hochschulen „Was mich am NELS-Projekt besonders begeistert ist die Möglichkeit, Studierende aus Europa und Subsahara-Afrika miteinander zu vernetzen und voneinander lernen zu lassen. Die großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit lassen sich nur gemeinsam bewältigen – durch Dialog, gegenseitiges Verständnis und internationale Zusammenarbeit“, schildert Silke Preymann, Leiterin des Master-Studiengangs Human Resource Management (HRM) der FH Oberösterreich am Campus Steyr, ihre Motivation. „Wenn wir Studierende dabei unterstützen, Verantwortung zu übernehmen, ihre Führungskompetenzen weiterzuentwickeln und neue Perspektiven kennenzulernen“, so Preymann weiter, „dann investieren wir nicht nur in ihre persönliche Entwicklung, sondern auch in die Zukunft unserer Hochschulen und unserer Gesellschaft.“
Kooperation mit Harvard-Soziologin In der auch an der Universität Harvard tätigen Soziologin Dr. Manja Klemenčič von der Universität Ljubljana hat Preymann eine starke verbündete. Klemenčič zählt zu den international renommiertesten Wissenschaftlerinnen im Bereich Student Agency und studentischer Mitbestimmung. „Der Universität Ljubljana und mir ist es wichtig, Teil des NELS-Projekts zu sein, da es Studierende in Afrika und Europa dazu befähigt, positive Veränderungen an ihren Hochschulen und in ihren Gemeinschaften zu bewirken. Das von der FH Oberösterreich geleitete NELS-Projektkonsortium vereint eine Gruppe engagierter und kompetenter Partner aus Hochschulen und Studierendenorganisationen“.
von Links nach rechts: FH-Prof. Dr. Silke Preymann (FH OÖ), Peter Kwasi Kodjie und Generalsekretär der All-Africa Students Union (AASU) und Dr. Manja Klemenčič von der Universität Ljubljana (rechts im Bild) Bildquelle: AASU/ FH OÖ
Die gemeinsame Zeit wurde genutzt, um Kontakte zu knüpfen und "Next Level Skills for Student Leaders" zu erlernen. Bildquelle: AASU/FH OÖ