Fünf Hochschulen aus fünf Ländern starten gemeinsames Masterstudium zu interkultureller Führung
Steyrer Studiengang „Global Salesand Marketing“ der FH Oberösterreich in internationalem Konsortium
An der Auftaktveranstaltung der Nicolaus Corpernicus Universität in Toruń nahmen sowohl Studierende als auch die Vertreter*innen der Hochschulen teil; u.a. University of Granada, Spain; Nicolaus Copernicus University in Toruń, Poland, Simon Kuznets Kharkiv National University of Economics, Ukraine, Hassan II University of Casablanca und die FH Oberösterreich, vertreten durch Dekan Andreas Auinger und die FH-Professoren Piotr Kwiatek, Christopher Korntner-Kanitz. Dekan Andreas Auinger, Piotr Kwiatek, Christopher Korntner-Kanitz, FH OÖ. Bildquelle: Andrzej Romański
„Unterschiedlichkeit ist eine Ressource, aus der man voneinander lernen kann“, das gilt aus der Sicht von FH-Prof. PD Dr. Andreas Auinger, Dekan der Steyrer Management-Fakultät der FH Oberösterreich, für die Zusammenarbeit von Universitäten und Hochschulen wie auch für einzelne Studierende. Dieses Credo ist Programm für das soeben gestartete neue Erasmus Mundus Joint Masterstudium „interCultural Leadership in the Digital Era“ (CLIDE). Koordiniert von der Nicolaus-Copernicus-Universität im polnischen Toruń, sind die spanische Universität Granada, die ukrainische Simon-Kuznets-Universität für Nationalökonomie Charkiw, die marokkanische Université Hassan II Casablanca sowie die FH Oberösterreich am Campus Steyr mit an Bord. Die Studierenden lernen, interkulturelle und internationale Teams in einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt zu führen.
CLIDE wird von der EU im Rahmen des Programms „Erasmus Mundus Joint Masters“ gefördert.
Mit einer feierlichen Auftaktveranstaltung an der Nicolaus-Copernicus-Universität (UMK) in Toruń wurde der neue Erasmus-Mundus-Joint-Master-Studiengang „interCultural Leadership in the Digital Era“ offiziell aus der Taufe gehoben. Das Konzept ist aus der Sicht der Studierenden offenbar attraktiv: Für die 25 Studienplätze pro Jahr haben sich mehr als 1100 Bewerber*innen auf der offiziellen Seite von CLIDE registriert. Auch für die zukünftigen Jahrgänge werden Bewerbungen direkt auf der offiziellen Seite des Erasmus Mundus Studiengang angenommen. Eine direkte Bewerbung bei einer der fünf Partnerhochschulen ist nicht vorgesehen.
Wichtiger Meilenstein für die Internationalisierungsstrategie der FH Oberösterreich Für die FH Oberösterreich, die im Jänner 2027 zur UAP University of Applied Sciences Upper Austria wird, ist die Beteiligung an CLIDE ein bedeutender Schritt in ihrer internationalen Ausrichtung. Als Teil eines fünfköpfigen europäisch-außereuropäischen Hochschulkonsortiums bringt der Campus Steyr seine Expertise in den Bereichen interkulturelles Management und digitale Transformation in den Lehrplan des Studiums ein.
FH Oberösterreich für das Thema „Führung interkultureller Teams“ verantwortlich Konkret verantwortet die FH Oberösterreich das zweite Semester im Track „Leading Intercultural Teams“. Die Lehrveranstaltungen am Campus Steyr umfassen unter anderem interkulturelles Management, angewandte Psychologie der Führung, internationales Personalmanagement, Kommunikation in verteilten interkulturellen Teams, inklusive Führung, die Vorbereitung auf die Masterarbeit sowie österreichische Kultur und deutsche Sprache im Wirtschaftskontext.
Ziel ist es dabei nicht nur, kulturelle Unterschiede zu vermitteln, sondern Studierende darauf vorzubereiten, Menschen und Teams über kulturelle, geografische und organisationale Grenzen hinweg tatsächlich zu führen. Der anwendungsorientierte Charakter des Semesters – mit Fallstudien, Teamprojekten, problembasiertem Lernen und Simulationen internationaler Teams – spiegelt dabei den Charakter einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften wider: Studierende sollen Führung nicht nur verstehen, sondern sie aktiv erleben können.
Dekan Auinger bei der Eröffnungsfeier Bei der Inaugurationsfeier war die FH Oberösterreich durch Dekan Andreas Auinger und zwei Professoren des Studiengangs Global Salesand Marketing (GSM), FH-Prof. Dr. Piotr Kwiatek und FH-Prof. Dr. Christopher Korntner-Kanitz vertreten. Beide sind Mitglieder von Entwicklungsteam und Board des neuen Studiengangs und haben CLIDE von Beginn an mitgestaltet.
Auinger betonte in seinem Redebeitrag, dass Management per se international sei, da wirtschaftliche Herausforderungen nicht an Landesgrenzen Halt machen. Daher soll auch die Managementausbildung nationale Grenzen überschreiten. Er wünscht den internationalen Studierenden, sie sollten Österreich und Oberösterreich aktiv erleben, mit Menschen und Organisationen in Kontakt treten und eine andere Art des Arbeitens und Wirtschaftens erfahren.
Führung in Zeiten digitaler Transformation „Mit Blick auf die digitale Transformation bin ich überzeugt, dass sich Technologien, KI-Tools und Organisationen zwar stetig weiterentwickeln, die Fähigkeit, Menschen zu verstehen, über Unterschiede hinweg zu kommunizieren, Vertrauen aufzubauen und Verantwortung für andere zu übernehmen, aber ein zentraler Grundpfeiler von Führung bleibt“, fasst Andreas Auinger seinen Blick auf das interkulturelle Management zusammen.
Die Studierenden sollen, so Auinger weiter, „den Erfolg der kommenden beiden Jahre nicht nur an gesammelten ECTS-Punkten messen, sondern auch daran, wie viele ihrer Annahmen sie hinterfragt, wie viele Perspektiven sie kennengelernt und wie viele Beziehungen sie über Grenzen hinweg geknüpft haben.“
Die FH Oberösterreich freut sich, im Sommersemester 2027 die ersten CLIDE-Studierenden in Steyr vor Ort zu begrüßen.
Die Studierenden des CLIDE-Studiengangs erwartet ein internationales Lehrprogramm, dessen Inhalte von den beteiligten Hochschulen bereitgestellt werden. Bildquelle: Andrzej Romański
Die glücklichen Studierenden haben einen der 25 Plätze erhalten und bilden bereits zum Studienbeginn eine internationale Gemeinschaft. Bildquelle: Andrzej Romański