Vom Berufspraktikum zur Bachelorarbeit – und darüber hinaus
Bericht von SPN-Studentin Andrea Sauer
Als ich mich für das Studium Public Management an der FH Oberösterreich entschied, kam ich ursprünglich aus der Privatwirtschaft. Nach meiner Lehre zur Industriekauffrau war ich mehrere Jahre als Serieneinkäuferin bei KTM tätig. Gerade deshalb war die Studienwahl für viele in meinem Umfeld zunächst überraschend, da Public Management häufig mit dem öffentlichen Sektor in Verbindung gebracht wird.
Ausschlaggebend für meine Entscheidung war jedoch die außergewöhnliche Breite des Studiums. Das Curriculum verbindet Themen wie Personalmanagement, Marketing, Controlling, Finanzmanagement, Organisationsentwicklung, unterschiedliche Rechtsgebiete und noch so viel mehr miteinander. Besonders spannend war für mich, dass die Lehrveranstaltungen sowohl von Expert*innen aus der Wirtschaft als auch aus dem öffentlichen Bereich gestaltet wurden. Dadurch entstand ein sehr praxisnaher Blick auf unterschiedliche Organisationen und deren Herausforderungen. Es war genau diese Vielseitigkeit einer der Gründe, warum mich das Studium von Beginn an überzeugt hat.
Ein prägender Abschnitt meines Bachelorstudiums war das Berufspraktikum beim Verein 4YOUgend Oberösterreich. Dort erhielt ich die Möglichkeit, an der Weiterentwicklung der 4youCard sowie 4youCard.junior mitzuwirken und mich intensiv mit Themen wie Zielgruppenorientierung, Marketing, Partnernetzwerken und strategischer Organisationsentwicklung auseinanderzusetzen. Was zunächst als zeitlich begrenztes Praktikum geplant war, entwickelte sich rasch zu einer Aufgabe, die mich weit über den vorgesehenen Praktikumszeitraum hinaus begeisterte.
Je tiefer ich in das Projekt eintauchte, desto deutlicher wurde für mich, welches Potenzial in der Verbindung von wissenschaftlichen Methoden und konkreten Fragestellungen aus der Praxis liegt. Aus den Erkenntnissen und Erfahrungen des Praktikums entstand schließlich auch das Thema meiner Bachelorarbeit. Darin untersuchte ich, welche Faktoren die Attraktivität und Nutzung der 4youCard Oberösterreich beeinflussen und welche Ansätze geeignet sind, das Angebot langfristig an die Bedürfnisse junger Menschen anzupassen und strategisch weiterzuentwickeln. Ziel war es, nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen, sondern konkrete Impulse und konzeptive Ansätze für die strategische Ausrichtung der Organisation zu liefern. Gerade die Möglichkeit, reale Herausforderungen mit wissenschaftlichen Methoden zu analysieren und daraus praxisrelevante Empfehlungen abzuleiten, machte meine Arbeit für mich besonders wertvoll.
Für mich persönlich besonders erfreulich war, dass die Zusammenarbeit mit 4YOUgend nicht mit dem Ende des Praktikums abgeschlossen war. Aus dem Praktikum entwickelte sich zunächst eine weiterführende Zusammenarbeit und schließlich meine heutige Tätigkeit als Partnerships & Partner Relations Manager. Damit wurde aus einem Studienprojekt eine langfristige berufliche Perspektive.
Wenn ich heute auf mein Studium zurückblicke, denke ich vor allem an die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben haben. Das Studium hat mir nicht nur fachliches Wissen vermittelt, sondern auch neue Perspektiven eröffnet und gezeigt, wie wertvoll es sein kann, bestehende Wege zu hinterfragen und sich auf Neues einzulassen. Mein Weg vom Berufspraktikum über die Bachelorarbeit bis hin zur heutigen Tätigkeit bei 4YOUgend ist dafür vermutlich das beste Beispiel.