Wie fühlt es sich an, einige Monate in einem neuen Land zu studieren – in einer anderen Sprache, mit neuen Menschen und ganz eigenen akademischen Routinen? Unsere LET-Studierende Lina Helms hat es ausprobiert und berichtet von ihrem Semester an der Örebro University in Schweden.
Von Ende August bis Ende Dezember 2025 durfte ich mein Auslandssemester an der Örebro University in Schweden verbringen – eine Zeit, die nicht nur meinen Studienalltag, sondern auch meine Perspektive auf Lernen, Leben und (sehr wichtig!) Kaffeepausen nachhaltig verändert hat.
Schon organisatorisch lief alles sehr rund: Sowohl die FH Oberösterreich als auch die Örebro University begleiteten den gesamten Prozess sehr strukturiert und unterstützend. Besonders der Start im Gastland wurde durch ein umfangreiches Orientierungsprogramm erleichtert, das half, sich schnell am Campus, im Studium und im schwedischen Alltag zurechtzufinden. Dabei traf ich Menschen aus unterschiedlichsten Ländern – wenn auch überproportional aus Deutschland und Frankreich.
Besonders bereichernd waren für mich die Einblicke in das schwedische Bildungssystem und die Lernkultur an der Örebro University. Die Art, wie dort gemeinsam gelernt, diskutiert und Wissen entwickelt wird, hat meinen Blick auf Studieren erweitert und mir neue Zugänge eröffnet. Das Lernen habe ich nicht weniger fordernd und gleichzeitig besonders angenehm und motivierend erlebt.
Ebenso prägend waren die Einblicke in die schwedische Lebensweise, die insgesamt entspannter und ausgeglichener wirkt als ich es aus dem österreichischem Alltag kenne. Ein fester Bestandteil des schwedischen Alltags ist die sogenannte Fika: Kaffee, Gebäck und vor allem bewusst gemeinsam verbrachte Zeit. Fika wird in Schweden sehr ernst genommen – so ernst, dass auch im Studienalltag regelmäßig Pausen dafür eingeplant und von den Lehrenden aktiv eingefordert werden. Lernen mit Pause funktioniert offenbar erstaunlich gut. Daran werde ich mich unbedingt während des Schreibens meiner Masterarbeit erinnern müssen! Ein weiteres absolutes Highlight meines Auslandssemesters war ein Ausflug in den Norden Schwedens, inklusive dem wunderschönen Erlebnis, Polarlichter zu sehen.
Genauso schön wie das Weggehen war übrigens auch das Wieder-Nach-Hause-Kommen, vor allem wenn man so herzlich empfangen wird, wie ich es erleben durfte.
Fazit: Auslandssemester als klare Empfehlung und Fika hat definitiv auch im Studiengang LET Potenzial! :-)